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Gänse-Tour

Die Gänse-Tour heißt nicht Gänse-Tour weil man dort besonders viele und schöne Gänse sieht. Nein, die Gänse-Tour folgt den Spuren des Adelsgeschlechts der Edlen Herren Gans zu Putlitz und führt quer durch die Prignitz von Wittenberge nach Meyenburg, immer entlang der Stepenitz.

Es gibt viele Geschichten, wie die Edlen Herren zu ihrem Namen kamen. Sicher ist, dass sie in der "Alten Burg" zu Wittenberge residierten. In dem schlichten Fachwerkhaus präsentiert heute das Museum die Geschichte der Stadt und der Nähmaschinen. In Perleberg blieb vom einstigen Adelssitz im Volksmund die Bezeichnung "Gänseburg" für das heutige Wallgebäude erhalten.

Das Barockschloss Wolfshagen ist eingerichtet wie ein märkisches Gutshaus, vom Schlafgemach bis zum Gartensaal. Ahnengalerie und Stammbaum der Edlen Herren Gans lassen einen Hauch versunkener Größe wiedererstehen. Eine bedeutende Sammlung unterglasurblau gemalten Porzellans präsentiert sich stimmungs- voll in den restaurierten Sälen.

In Putlitz blieb der Bergfried der Gänseburg erhalten. Er ist heute Aussichtsturm und bietet einen wundervollen Rundblick auf die Prignitz und nach Mecklenburg.

Putlitz ist eine der ältesten Prignitzstädte. Dort übernachteten wir. Der Pension angeschlossen war eine Gaststätte im „Dorfkneipenstil“ – so war jedenfalls der erste Eindruck. Bei unserer Ankunft am Nachmittag schien es nicht so, als wenn unser Wunsch nach Kaffee und Kuchen dort erfüllt würde. Doch innerhalb kürzester Zeit zauberte der Wirt beides herbei. Dann kam der Bürgermeister und vermittelte uns eine Besichtigung des Aussichtsturmes, obwohl die Öffnungszeit bereits vorbei war. Der anschließende Abend in der „Dorfkneipe“ (die sich als überaus gemütlich entpuppte) mit dem Bürgermeister und anderen Gästen aus der Stadt war dann überaus gesellig. Der Wirt servierte leckeres Essen, das Bier schmeckte und vor allem auch der später vom Wirt kredenzte Kräuterlikör aus der Region.

Der Bürgermeister ließ es sich auch nicht nehmen, uns am Morgen des nächsten Tages höchstselbst durch die Heimatstube der Stadt Putlitz zu führen. Zuvor hatte uns der Wirt ein opulentes Frühstück im Hof der Pension serviert, bei dem nur eines fehlte: die Sonne.

Selbige kam aber hervor, als wir uns am Vormittag auf den Weg über Stepenitz nach Meyenburg machten.

Das Stift Marienfließ in Stepenitz ist das älteste Zisterziensernonnenkloster der Prignitz. Gestiftet von Johannes Gans für die adligen Damen und als Schutz vor den Überfällen der Mecklenburger. Erhalten blieb vom Kloster die Stiftskirche.

Das Schloss Meyenburg, das im 19. Jh. sein heutiges Neorenaissance-Antlitz erhielt, und das Modemuseum in Meyenburg haben wir aus Zeitgründen allerdings dann nicht mehr besuchen können. Mit RB und RE und mehrfachem, aber unkompliziertem Umsteigen, ging es dann am Nachmittag wieder zurück nach Berlin, das wir am Abend erreichten.

Fazit: Es war eine recht entspannte Tour bei wieder sehr schönem Wetter und – richtige Gänse haben wir auch gesehen!



Die Gruppe (1)
Die Gruppe (2)
Der Bergfried der Gänseburg in Putlitz
Frühstück in Putlitz
Der Bürgermeister von Putlitz bei seiner Stadtführung
Unterwegs
Rückfahrt mit Eisenbahnromantik (1)
Rückfahrt mit Eisenbahnromantik (2)