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Radweg Berlin Usedom (2)

Usedom (2)

Nachdem der erste Abschnitt des Usedom-Radweges am 20. August als Tagestour gefahren wurde (98km) begann nun am 12. September mit 15 Teilnehmern der zweite Abschnitt als 5-Tagestour bis an die Ostsee .

Um die Tagesetappen von der Streckenlänge her moderat zu halten sah der Plan vor, zunächst mit dem Zug nach Angermünde zu fahren und erst dort zu starten. Dennoch erwies sich der erste Tagesabschnitt trotz schönen Wetters und schöner Landschaft als durchaus anstrengend, denn die Uckermark ist bekanntlich recht hügelig und die Temperaturen waren für die Jahreszeit bei unbarmherzig strahlender Sonne zu hoch. Eine Badepause unterwegs brachte ein wenig Linderung. Am Abend im Landhaus Mandelkow in Bandelow servierte uns die Wirtin eine leckere Gulaschsuppe und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Ein Teilnehmer hatte wohl die Anstrengungen einer solchen Tour unterschätzt und trat am Morgen des zweiten Tages von Prenzlau mit dem Zug den Weg nach Hause an, so dass nunmehr nur noch 14 Teilnehmer die zweite Etappe nach Ueckermünde in Angriff nahmen. Das Gelände wurde flacher, das hochsommerliche Wetter hielt unverändert an. In Ueckermünde hatten wir Quartier in der sehr schönen „Pension am Rosengarten“, hatten für den Abend einen Tisch in einem urigen Restaurant am Hafen reserviert und konnten sogar noch im weiteren Verlauf des Abends ein Tänzchen auf dem Marktplatz bei Live-Musik wagen.

Am Abend des dritten Tages hatten wir bereits die Ostsee erreicht und übernachten auf der polnischen Seite in Świnoujście. Die Strecke dorthin verlief – nachdem wir in Kamp mit der Fähre auf die Insel Usedom übersetzten – zu großen Teilen entlang des Stettiner Haffs und war unbeschreiblich schön.

Am vierten Tag fuhren wir ganz entspannt entlang der Küste von Ost nach West durch die bekannten Badeorte wie u.a. Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin, Koserow, Zinnowitz und erreichten bereits am Nachmittag unser Ziel in Karlshagen. Dort war die vierte Übernachtung in den Usedom Bike Suites gebucht. Die frühe Ankunft und das anhaltend schöne Wetter erlaubten noch einen Strandaufenthalt und ein Bad in der Ostsee, bevor wir uns am Abend wieder versammelten zu leckerem Essen und Bierchen (oder auch Weinchen).

Der fünfte Tag schließlich stand zur freien Verfügung und konnte durch jeden Teilnehmer bis zur abendlichen Abfahrt des Zuges individuell gestaltet werden. In den Tourenplan war als Vorschlag eine Fahrt nach Peenemünde aufgenommen worden, weil es dort bekanntlich einiges zu sehen gibt. Eine kleinere Gruppe nahm diesen Vorschlag auch an und erlebte einen überaus interessanten Tag im dortigen Museum und Freigelände der früheren Peene-Werft.

Am Abend traf sich die gesamte Gruppe in Zinnowitz und trat geschlossen mit dem Zug die Heimreise nach Berlin an, das wir gegen 22Uhr erreichten.

Hinter uns lagen 5 ereignisreiche Tage, an denen wir bei für diese Jahreszeit erstaunlich sommerlichem Wetter durch schöne Landschaften fuhren und schließlich ca. 230km (bei den Peenemünde-Fahrern) auf dem Tacho hatten.

Manfred Jahns