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SSVL Radtour 8-2020 Von der Lausitz in den Fläming

„Das Lausitzer Seenland (niedersorbisch Łužyska jazorina, obersorbisch Łužiska jězorina) ist ein künstlich angelegtes Seengebiet in der Lausitz. Durch Fluten stillgelegter Braunkohlentagebaue des Lausitzer Braunkohlereviers soll bis Ende der 2020er Jahre Europas größte künstliche Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtes Seengebiet entstehen“ (Quelle: Wikipedia).

Das Anliegen unserer Tour war es nun, diese spannende und im Wandel begriffene Landschaft zu erkunden.

Nach einigen – teils kurzfristigen – Absagen nahmen am Montag, den 7. September immerhin noch 10 Teilnehmer den Zug nach Cottbus, wo die Tour bei herrlichem Spätsommerwetter startete. Die erste Tagesetappe führte uns nach Senftenberg, vorbei an bereits gefluteten und noch in Flutung befindlichen ehemaligen Tagebaugruben. Man konnte den Wandel dieser Landschaft hautnah erleben, und wenn eine Landschaft im Wandel begriffen ist dann heißt das auch, dass sich ständig etwas an der Landschaft ändert. Dies führte bereits am ersten Tag dazu, dass die am Computer mittels der Software Komoot geplante Route an zwei Abschnitten nicht wie geplant gefahren werden konnte, weil einmal eine im Bau befindliche Bahnstrecke plötzlich den Weg versperrte und ein anderes Mal die Straße, die wir laut Komoot fahren sollten, gar nicht mehr da war. Komoot kam offenbar mit der Aktualisierung seiner Karten für diese Region nicht hinterher. Es waren also einige Umwege erforderlich, dennoch kamen wir am Abend gut im „Hotel MARGA“ in Senftenberg an. Abendessen im Restaurant PIER 1 am Senftenberger See. Sehr romantisch!

Am darauffolgenden Tag führte uns ein Rundkurs mit Start und Ziel in Senftenberg und ohne Umwege zum Besucherbergwerk Lichtenfels-Schacksdorf, wo wir eine sehr interessante Führung erlebten und beeindruckt waren von der monumentalen Abraum-Förderbrücke F60. Am Abend Übernachtung im Hotel des Vortages, wo wir auch unser Abendessen einnahmen.

Am dritten Tag ging es weiter nach Bad Liebenwerda, und dort Übernachtung im „Hotel Norddeutscher Hof“, dem gleichen Hotel wie bei der dreitägigen Elster-Radtour 2015. Dies weckte bei einigen, die in 2015 schon dabei waren, sofort die Erinnerung an das originelle Restaurant Exil am Markt, wo wir damals einen besonders lustigen Abend verbracht hatten – und in eben diesem Restaurant hatte der Tourenleiter vorab wieder ein Tisch für uns reserviert und wir genossen diesen lauen Spätsommerabend mit Blick auf den Marktplatz bei gutem Essen und Trinken. Ein Rundgang durch das hübsche Zentrum dieser Kleinstadt rundete unseren dortigen Aufenthalt ab.

Am vierten Tag verließen wir die Lausitzer Landschaft und fuhren über Uebigau (mit Besichtigung des hübsch gestalteten Marktplatzes) in Richtung Fläming nach Dahme und auch hier übernachteten wir einem Hotel der Elster-Radtour 2015 – dem „Hotel Am Schlosspark“. Am Nachmittag individuelle Besichtigung der Schlossruine und gemeinsamer abendlicher Rundgang durch das Städtchen und Essen in einem gemütlichen Restaurant, das uns vom Hotel empfohlen wurde.

Der fünfte und letzte Tag unserer Tour führte uns auf den Fläming-Skate von Dahme über Werder und Altes Lager nach Jüterbog, wo wir am Nachmittag den Zug zurück nach Berlin nahmen.

Insgesamt sind wir an diesen fünf Tagen 335km gefahren. Die Gruppe war leistungsmäßig recht homogen, so dass bei Tagesetappen jeweils um die 70km zeitweise ein recht flottes Tempo gefahren wurde.

Die ganze Woche über herrschte freundliches, spätsommerliches Wetter, also ideal!

Zu erwähnen wäre noch, dass es unterwegs leider zwei Stürze mit leichten Blessuren bei den Betroffenen gab, die Tour aber uneingeschränkt fortgesetzt werden konnte. Natürlich war auch wieder eine Reifenpanne dabei, die wie immer schnell und routiniert behoben wurde.

Fazit: Eine interessante Tour durch eine interessante Landschaft, bei bestem Wetter und mit einer netten Gruppe. Was will man mehr…?!

Manfred Jahns

 

 

Die Gruppe am F60
Unterwegs
Unterwegs
In Lauchhammer
In Uebigau
In Uebigau
Altes Lager bei Jüterbog